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Illustration

5. November 2006 bis 7. Januar 2007

Intimität der Gefühle - Eugène Carrière zum 100. Todestag
Gemälde, Zeichnungen, Druckgraphik aus Bremer Privatbesitz, der Kunsthalle Bremen und anderen Sammlungen

Der 100. Todestag des in Deutschland wenig bekannten französischen Künstlers Eugène Carrière (1849 – 1906) ist Anlass, das Werk dieses dem Realismus wie dem Symbolismus nahe stehenden Malers in einer umfangreichen Ausstellung zu präsentieren. Zu seinen Lebzeiten war Carrière einer der berühmtesten seiner Epoche und errang großen Erfolg in den Pariser „Salons" und auf den Weltausstellungen wie auch in den avantgardistischen Galerien Europas. Seine stille, ernste Kunst und seine starke Persönlichkeit genossen höchstes Ansehen nicht nur bei seinen Künstlerfreunden, wie Auguste Rodin und die Nabis, sondern auch bei Politikern, Journalisten, Kritikern und Dichtern. Diese Freundschaften spiegeln sich in einer Reihe eindringlicher Bildnisse, von denen das Porträt des symbolistischen Dichters Charles Morice aus dem Besitz des Clemens-Sels-Museums das einzige Freundschaftsbild Carrières in deutschem Museumsbesitz ist. Carrières bevorzugtes Sujet aber sind Szenen und Bildnisse seiner eigenen großen Familie. Themen wie „Intimité", „Maternité" oder „La Lecture" werden immer wieder neu interpretiert und durch eine, ihm ganz persönliche künstlerische Handschrift und nahezu monochrome Farbigkeit ins allgemein Menschliche gehoben.

Die Ausstellung ist in Kooperation mit der Kunsthalle Bremen entstanden. Neben der faszinierenden Druckgraphik und vier Gemälden aus ihrem Besitz sind rund 30 Gemälde der Ausstellung die großzügige Leihgabe eines Bremer Sammlers. Es ist der größte Bestand an Werken des Künstlers außerhalb der Sammlung des Musée d’Orsay in Paris. Hinzukommen sechs weitere, erst kürzlich entdeckte Gemälde aus Privatbesitz, die nur in Neuss gezeigt werden.

Mit freundlicher Unterstützung