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8. Oktober bis 22. Oktober 2006

Dem Himmel sei Dank – 200 Jahre evangelisches Leben in Neuss

Begonnen hatte alles 1794 mit dem Einmarsch der Franzosen in das deutsche linksrheinische Gebiet. Auch Neuss wurde in den französischen Staat eingegliedert. Um die alten und neuen Teile Frankreichs gegen die Koalitionsmächte zu schützen, kam es unter Napoleon zur wirtschaftlichen Abschottung. Für die rechtsrheinisch gelegenen bergischen Textilbetriebe brach der Absatz in das französische Gebiet fast völlig ein.

Um weiter für diesen Markt produzieren zu können, wurden nun auch in Neuss Spinnereien und Webereien errichtet. Da die aus dem Bergischen kommenden Unternehmer und Textilarbeiter meist Lutheraner oder Reformierte waren, versuchten sie, eine protestantische Gemeinde zu gründen. Wegen der neuen Freiheitsrechte, die seit der französischen Herrschaft bestanden, war dies in der zuvor ausschließlich katholischen Stadt möglich geworden.

Die Zunahme des evangelischen Anteils an der Bevölkerung in Folge der Industrialisierung machte dann den Bau der Christuskirche notwendig, die 1906 eingeweiht wurde. Nach 1945 stieg die Zahl der Protestanten weiterhin, weshalb es zur Teilung der Gemeinde kam.

Inzwischen ist die protestantische Kirche mit ihrer Seelsorge und ihrem gesellschaftlichen Engagement zu einem wichtigen Teil in der Stadt geworden.

Den Weg und das Leben der Neusser evangelischen Christen beleuchtet die Ausstellung, die den Blick in Form von Themen wie „Union", „Diakonie", und „Bewegung" auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft lenkt.

Audio CD "Dem Himmel sei Dank", ISBN 978-3-936542-29-5, 6,50 €