Clemens-Sels-Museum
bis 14. August 2011
Von Ensor bis Matisse - Hommage an Irmgard Feldhaus (1920-2010)
Mehr als 50 hochkarätige Gemälde, Aquarelle und Holzschnitte sowie herausragende Malerbücher und -mappen hat die im Alter von 90 Jahren verstorbene Frau Dr. Irmgard Feldhaus (1920-2010) dem Clemens‑Sels‑Museum Neuss hinterlassen. In einer umfassenden Hommage an die Mäzenin und ehemalige Direktorin werden vom 20. Mai bis 14. August 2011 über 160 Exponate aus ihrer Sammlung gezeigt, wobei sogar eine Auswahl aus der unendlichen Fülle der Mappenwerke und Bücher getroffen werden musste.
Insbesondere den herausragenden französischen Malerbüchern ist fast eine ganze Etage gewidmet: Marc Chagalls Bibel‑Illustrationen und das berühmte Künstlerbuch „Jazz” von Henri Matisse sind zu sehen, aber auch Arbeiten von Fernand Léger, Maurice Denis und Aristide Maillol sind in den Besitz des Museums übergegangen.
Stets geleitet von einem schier unerklärlichen Instinkt für das Verheißungsvolle, konnte Irmgard Feldhaus ebenso Max Beckmanns Mappe „Jahrmarkt” früh erwerben. Durch die Integration von Touchscreens und Faksimiles besteht für den Besucher die Möglichkeit, auch die verborgenen Seiten der Originale einzusehen.
Einen besonderen Höhepunkt stellt das Ölbild „Die Marquise“ von James Ensor aus dem Jahr 1911 dar. Zusammen mit „Le Salon bourgeois“, der lange Zeit nach Brüssel verliehen war, sowie seinem Asternstillleben von 1905 zeigt sich das wunderbare Spiel des belgischen Symbolisten mit verschiedenen Wirklichkeitsebenen. Die Rheinischen Expressionisten bekommen unter anderem Zuwachs durch Heinrich Campendonks Aquarell „St. Nikolaus” sowie die „Straße in Bonn“ des „ersten und einzigen“ August Macke Schülers Paul Adolf Seehaus.
Dr. Irmgard Feldhaus ahnte, dass man sich eines Tages auf breiter Basis für die Konzeptuelle Farbmalerei interessieren würde und über die Kunst der Naiven nicht mehr lächeln, sondern anerkennend staunen würde: Demnach sind Farbserigrafien von Josef Albers ebenso wie Gemälde des „deutschen Rousseau” Adalbert Trillhaase in der Ausstellung zu sehen.
Ein umfangreiches Begleitprogramm bringt die neu hinzugekommenen Schätze nicht nur inhaltlich näher. In Begleitung von Musik, Workshops und den Ergänzungen kulinarischer Art bietet die Ausstellung einen Genuss für alle Sinne.
Flyer mit Begleitprogramm (pdf)
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Programmtipp:
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Journal für Kultur, Kommerz & Lebensart