AKTUELL

 

Vorsicht Glas!

Hinterglasmalerei von August Macke bis heute

23.5.–30.8.2020

Anhand ausgesuchter Exponate von August Macke bis zur aktuellen Kunst widmet sich die Ausstellung einer speziellen Bildgattung, die für die Künstler*innen der Klassischen Moderne ein neues kreatives Experimentierfeld eröffnete. Ausgehend von den Errungenschaften der „Rheinischen Expressionisten“ und des „Blauen Reiters“ ist die Aktualität und Vielfalt zu sehen, die die Hinterglasmalerei auch heute noch in der zeitgenössischen Kunst besitzt.

Die Hinterglasbilder Heinrich Campendonks aus dem Bestand des Museums werden ergänzt durch ausgesuchte Leihgaben aus privaten und öffentlichen Sammlungen. Auf seltene Werke von August Macke und Gabriele Münter, Heinrich Campendonk und Paul Klee, Carlo Mense und Paul Adolf Seehaus antworten Hinterglasbilder nach 1945 von Werner Schriefers (1926–2003) sowie zeitgenössische Positionen: Michael Jäger, Camill Leberer und Gaby Terhuven zeigen raumbezogene und eigens für die Ausstellung geschaffene Arbeiten, die mit der bedeutenden Sammlung und der speziellen Architektur des Clemens Sels Museums Neuss in Dialog treten. Die Ausstellung spürt einem ehemals volkskundlichen Medium nach, dessen zukunftsweisender Bedeutung für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts bislang kaum Beachtung geschenkt wurde.

 

Eröffnung der Ausstellung

29. März, 11.30 Uhr

EINTRITT FREI

 

 

Die Ausstellung wird gefördert von

 

                    

Aufbruch ins Land der Farben

Die Erfindung neuer Bilddruckverfahren im 19. Jahrhundert

24.11.2019–9.8.2020

Im 19. Jahrhundert wurde die Welt ein wenig bunter! Denn durch die Entwicklung neuer Druckverfahren konnte man nun erstmals farbige Bilder in hoher Qualität und großer Auflage herstellen. Vor allem die Erfindung der Lithografie durch Alois Senefelder im Jahr 1798 revolutionierte das Druckwesen und markiert den Beginn der massenhaften Verbreitung gedruckter Bilder. Die Chromolithografie brachte dann die Farbe ins Spiel.

Viele der Druckerzeugnisse, die auf den Markt kamen, wurden zur Verschönerung der Wohnräume genutzt. Besonders beliebt waren dekorative Wandbilddrucke mit Heiligen, Landschafts- und Stadtansichten oder Genreszenen. Aber auch Werbeplakate, Verpackungen und Kinderbücher zogen durch die brillanten Farben die Blicke auf sich. Die neuen Drucktechniken ermöglichten wesentlich höhere Auflagen und ließen die Preise sinken. Und so wurden die bunten Bilder für alle Bevölkerungsschichten erschwinglich. Die Weiterentwicklung der Drucktechniken, etwa durch den Stahlstich, und schließlich die Reproduktionstechnik der Fotografie ließen die Bilderflut immer weiter ansteigen.

 

Die Ausstellung präsentiert, erklärt und visualisiert die Vielfalt der verschiedenen Druckverfahren, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert entwickelt und genutzt wurden. Einige der gedruckten bunten Blätter werden dabei im tatsächlichen Sinn des Wortes unter die Lupe genommen: Denn erst in der Vergrößerung lassen sich die Details und die Unterschiede der Drucktechniken genau erkennen.

 

Feld-Haus - Museum für Populäre Druckgrafik
Berger Weg 5, Neuss (auf dem KirkebyFeld zwischen Museum Insel Hombroich und Raketenstation Hombroich)

 

 

Die Ausstellung wurde in Kooperation mit dem CICS – Cologne Institute of Conservation Sciences, Technische Hochschule Köln entwickelt und realisiert.

 

 

Die Ausstellung wird gefördert von